Die Schlesienkartei

Die Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher ist die direkte Nachfolgerin der 1927 in Breslau gegründeten Niederschlesischen Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung. Deren 1941 gewählter letzter Vorsitzender Dr.-Ing. Curt Liebich begann schon 1946 mit der Kontaktaufnahme zu ehemaligen Mitgliedern und 1948 gab es die Arbeitsgemeinschaft schlesischer Familienforscher, die sich 1953 zur Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher umbenannte. Im Jahr 1957 wurde offiziell eine Forschungsstelle Schlesien gegründet, die Dr.-Ing. Curt Liebich bis 1964 leitete. Die Kartei der Forschungsstelle wurde aber schon um 1950 angelegt und bis 1980, dem Ende der Amtszeit von Berengar Elsner von Gronow geführt. Allerdings handelt es sich nicht um eine homogene Kartei, vielmehr stellt sie einen Zusammenschluss verschiedener Quellen dar. Das sind der schlesische Teil der von Ruth Hoevel angelegten Spitzenahnenkartei der AGoFF, Verkartungen aus den Publikationen Zeitschrift des Vereins für Geschichte Schlesiens, Jahrbuch des deutschen Adels, Gothaische genealogische Taschenbücher, Ostdeutsche Familienkunde, Deutsches Familienarchiv, Schlesische Rundschau, Bunzlauer Heimatzeitung, Der Schlesier, Schneekoppenbuch, Deutsches Geschlechterbuch, Schlesische Ahnenlisten, außerdem Nachfahrenlisten, Namensverweise und Hinweisen auf erforschte Familien einzelner Genealogen.
Mit der Neuausrichtung der Forschungsstelle im Jahr 2011 bestand der Wunsch diese Kartei, die jahrzehntelang für die Auskunftstätigkeit der Forschungsstelle genutzt worden war, allgemein zugänglich zu machen. Dazu wurden alle Karteikarten gescannt und anschließend in einem Mitmachprojekt von einigen Vereinsmitgliedern indiziert. Einen besonders großen Anteil hat dabei Gerd Schmiechen, der allein ca. 15 000 Karteikarten bearbeitete.
Um bei der Indizierung die Fehlerrate möglichst gering zu halten, musste jede Karteikarte unabhängig voneinander von zwei Personen indiziert werden. Bei Unstimmigkeiten wurde sie zudem dem Administrator vorgelegt, der dann entscheiden musste. Wegen des Wunsches einer zügigen Fertigstellung des Projektes beschränkt sich die Indizierung auf die Familiennamen.
Die Kartei selbst befindet sich in unserem Vereinsarchiv in Herne.

Interessierte Mitarbeiter melden sich beim Administrator schlesien@agoff.de und erhalten von dort den Zugang freigeschaltet.

 
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Forschungsstelle Schlesien