Der Striegauer Anzeiger als genealogische Quelle

 

Geburtstage, Verlobungen, Hochzeiten und Todesanzeigen

Ein Register für die Jahre 1905, 1915, 1925

(Die Erfassung wird fortgesetzt)

 

Bearbeitet von Reinhard Krause


Striegauer Anzeiger 1915 Seite 1

Zeitungen sind eine wichtige personen- und familiengeschichtliche Quelle. Die in ihnen publizierten Personendaten können teilweise einen Ersatz für verlorene Primärquellen bieten, sie können aber auch den Weg zu diesen weisen, wenn sie elektronisch durchsuchbar oder, wie hier, durch Indices bzw. Datenbanken erschlossen sind. Sie enthalten überdies viele Angaben, die über die Kerndaten weit hinausgehen, und liefern daher oft auch inhaltliche Bereicherungen für Biographien.

Der „Striegauer Anzeiger‟ gehört zu den typischen kleinregionalen Zeitungen, die man in Kleinstädten und vor allem auf dem Land las. Er erschien ab 1882, anfangs noch nicht täglich (1902: drei Ausgaben pro Woche) und führte wechselnde Untertitel: „Striegauer Zeitung. Meistgelesene Tages-Zeitung für den Kreis Striegau und seine Umgebung‟, auch „Zeitung für Politik und Unterhaltung. Gelesenste täglich erscheinende Zeitung der Kreise Striegau und Schweidnitz‟. Diese Untertitel verweisen bereits darauf, dass er auch im angrenzenden Landkreis Schweidnitz gelesen wurde, während im Stadtkreis Schweidnitz das „Schweidnitzer Stadtblatt‟ im Vordergrund stand. Als 1932 die beiden Landkreise Striegau und Schweidnitz zum neuen Landkreis Schweidnitz (Sitz: Schweidnitz) zusammengelegt wurden, änderte sich für die Leser daher nur der Zeitungstitel in das neutralere „Schlesischer Anzeiger‟. Die neuen Mehrfach-Untertitel zeigen allerdings an, dass sich der Radius der Zeitung zuletzt auf ein noch größeres Gebiet, über den neuen Landkreis hinaus, erstreckte: „Striegauer Anzeiger. Schweidnitzer Tageblatt. Neue Neumarkter Nachrichten. Heimatliche Tageszeitung für Striegau, Neumarkt, Schweidnitz, Bolkenhain‟.

Im Kaiserreich lehnte sich die Zeitung in ihrer politischen Ausrichtung der Freisinnigen Volkspartei an und hatte um die Jahrhundertwende eine Auflage von 6.600 (Joseph Kürschner: Handbuch der Presse. Berlin u.a. 1902, Sp. 1057). Sie ist nicht zu verwechseln mit dem ab 1833 wöchentlich erschienenen amtlichen „Striegauer Kreisblatt‟.
Bisher lässt sich die Zeitung nur bis Ende August 1939 nachweisen. Die Martin-Opitz-Bibliothek in Herne besitzt Mikroverfilmungen ab 1905, jedoch mit vielen, zum Teil mehrjährigen Lücken.

Berlin, im Mai 2016. Dr. Peter Bahl

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