Die Grabsteindatenbank

Im Rahmen der grundlegenden Neugestaltung des WEB-Auftritts der AGoFF wurde diese Grabsteindatenbank eingerichtet.
Projektleiter ist derzeit Jürgen Frantz.

Grabsteine sind wertvolle Dokumente unserer Geschichte – ein Stück unserer (Bestattungs-) Kultur. Sie sind vergänglich – gefährdet durch natürlichen Verfall, Witterungseinflüsse und mutwillige Zerstörung oder das Abräumen der Gräber durch Friedhofsverwaltungen wegen abgelaufener Ruhefrist.
Grabsteine und deren Inschriften stellen etwas Besonderes und Unwiederbringliches dar: sie dokumentieren Vergangenes, ein Stück Geschichte – mitunter der eigenen Familiengeschichte. Daher ist es wichtig, bestehende und gefährdete, beschädigte und auch teilweise zerstörte Grabsteine und deren Inschriften mit dem Grabsteininschrifendatenbank-Projekt zu dokumentieren und deren Inschriften festzuhalten – für uns und spätere Generationen, die nach ihren Wurzeln und ihren Vorfahren suchen.

Im Forschungsgebiet AGoFF stellt sich die Situation zum Glück oft günstiger dar als vermutet. Dort besteht noch die Chance, auch nach über einem Jahrhundert Grabsteine oder größere Fragmente solcher zu finden, die ein wunderbares Zeitdokument sind.
Der Großteil der Grabsteine fiel auch dort der Nachkriegszeit zum Opfer, manche Friedhöfe wurden planmäßig abgeräumt, und insbesondere die Zementsteine aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts müssen sich nun den Auswirkungen des sauren Regens geschlagen geben, aber es gibt Grabsteine, die die Zeitläufe überstanden haben. Solche Perlen gilt es aufzufinden und zu dokumentieren.
Dieser Aufgabe haben sich inzwischen viele Familienforscher gestellt. So gilt es nun die Ergebnisse dieser Arbeiten in einem angemessenen und nicht effektheischenden Rahmen zu präsentieren und damit auch zu sichern. Zu diesem Zweck wurde von der AGoFF diese Grabsteininschriftendatenbank geschaffen.

 

Übersicht der erfassten Friedhöfe Suche in der Datenbank der erfassten Grabsteine
 

Der Zugang zu dieser Datensammlung ist auf die für die AGoFF-WEB-Seite angemeldeten Mitglieder der AGoFF beschränkt, da keine uneingeschränkt zugängliche Datensammlung einschließlich der damit einhergehenden rechtlichen Probleme feilgeboten werden soll.

Erhält die AGoFF Fotos von Grabsteinen, werden diese nicht lediglich der Datenbank hinzugefügt, sondern es wird die zuständige politische Körperschaft bzw. Kirchengemeinde gesucht und falls nicht bereits vorhanden, die entsprechende Infrastruktur zu dieser Körperschaft bzw. Kirchengemeinde auf der WEB-Seite angelegt. Es werden nicht nur die Daten der Grabsteininschriften erfasst, sondern diese werden in ihren räumlichen und zeitlichen Kontext gestellt. Auch wird eine möglichst buchstabengetreue Abschrift der Inschrift, sei sie auch noch so gut auf dem Foto lesbar, erstellt.
Das Hinzufügen neuer Daten erfolgt zentral über den Projektleiter, weil die Fotos auf die für die WEB-Seite erforderliche Größe von max. 800x600px und 100 bis 150 KB umgerechnet werden müssen.

Zu den Daten eines einzelnen Friedhofes gelangt der interessierte angemeldete Nutzer nicht nur über diesen Bereich der AGoFF-WEB-Seite sondern auch über die Bereiche zu der entsprechende Kommune oder Kirchengemeinde, zu der der Friedhof gehört bzw. gehörte.

Den Grundstock der Datensammlung bilden die Fotografien von Grabsteinen auf den Friedhöfen der ehemaligen evangelischen Kirchengemeinden Prażuchy und Stawiszyn sowie weiterer Gemeinden der ehemaligen evangelisch-ausburgischen Diözese Kalisch, die Dieter Pechner und Jürgen Frantz auf ihren Reisen in dieses Gebiet machten. Hinzu kamen später Aufnahmen, die Ursula Hildebrand auf ihren Reisen nach Schlesien gemacht hat. Einzelne Aufnahmen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, runden das Bild ab.

Neue Daten sind gerne willkommen. Der oder die Einliefernde möge bitte auch Beschreibungen des Ortes und einige Fotos der Umgebung des jeweiligen Friedhofes hinzufügen.

Zu danken ist insbesondere Ursula Hildebrand, die sorgfältig Tabellen mit den Grabsteininschriften angelegt und bestehende Tabellen überarbeitet hat. Allen an diesem Projekt Mitwirkenden hat die Arbeit daran bisher viel Freude gemacht.

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