Forschungsstelle Ost- und Westpreußen

 
Forschungsgruppen Ansprechpartner Projekte Links
Stadt- und Landkreise Ostpreußen Stadt- und Landkreise Westpreußen
Standesämter in Ostpreußen Standesämter in Westpreußen
Evangelische Kirche
in Ostpreußen
Katholische Kirche
in Ostpreußen
Evangelische Kirche
in Westpreußen
Katholische Kirche
im Ermland (Westpreußen)
Jüdische Gemeinden Unitarische Gemeinde
(Andreaswalde)
Hilfsmittel Personendaten Quellen
 

Region

Die 1808 eingerichtete Provinz Ostpreußen bildete von 1824 bis 1878 mit Westpreußen die Provinz Preußen. Nach dem 1. Weltkrieg verlor Ostpreußen aus dem Kreis Neidenburg das Soldauer Gebiet an Polen, während das Memelgebiet nach dreijähriger alliierter Verwaltung im Jahre 1923 von litauischen Truppen besetzt wurde und am 17. Mai 1924 eine weitgehende innenpolitische Autonomie innerhalb Litauens erhielt; mit Wirkung vom 22. März 1939 gab Litauen das Memelgebiet zurück. 1945 kam der südliche Teil Ostpreußens an Polen, vom nördlichen Ostpreußen wurde das Memelgebiet in die Litauische Sozialistische Sowjetrepublik (seit 1991 Republik Litauen) eingegliedert, während der übrige Teil als „Gebiet Kaliningrad“ der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (seit 1991 Russische Föderation) untersteht.

Von 1922 bis 1939 gehörte der beim Deutschen Reich verbliebene Teil Westpreußens, soweit er nicht zur Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen kam, als Regierungsbezirk Westpreußen zur Provinz Ostpreußen. Ende 1939 ist aus Teilen der Wojewodschaft Warschau und aus dem polnischen Kreis Suwalki (als Kreis Sudauen) der Regierungsbezirk Zichenau gebildet und dem Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen unterstellt worden.

Die Provinz Westpreußen ist 1772 nach der ersten polnischen Teilung in dem zu Preußen gekommenen Gebiet gebildet worden. Nach den Napoleonischen Kriegen wurde sie 1816 neu errichtet, jedoch ohne Bromberg und den Netzekreis. Letztere kamen zu dem neugebildeten Großherzogtum Posen; Westpreußen erhielt dafür die Kreise Deutsch Krone und Flatow. 1824 wurde Westpreußen mit Ostpreußen zur Provinz Preußen zusammengefaßt; diese Vereinigung ist jedoch 1878 wieder aufgehoben worden. Auf Grund des Versailler Vertrages mußte der überwiegende Teil Westpreußens an Polen abgetreten werden; Danzig wurde mit den umliegenden Kreisen „Freie Stadt“. Von dem beim Deutschen Reich verbliebenen Teil bildeten die Kreise des Regierungsbezirks Marienwerder von 1922 bis 1939 den Regierungsbezirk Westpreußen innerhalb der Provinz Ostpreußen, während Schneidemühl und die Kreise Deutsch Krone, Flatow und Schlochau zur Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen und nach deren Auflösung 1938 zur Provinz Pommern kamen. Nach der Besetzung Polens im September 1939 wurde aus dem Regierungsbezirk Westpreußen und der Wojewodschaft Pomorze (Pommerellen) sowie Danzig der „Reichsgau Danzig-Westpreußen“ gebildet, dessen gesamtes Gebiet 1945 an Polen kam.

 
Forschungsgruppen

Briesen, Graudenz und Strasburg (Landkreise)

Sensburg (Stadt- und Landkreis)

 
 
Provinz Ostpreußen 1849
Herausgeber: Geograph. Anstalt des Bibliographisches Instituts in Hildburghausen, Amsterdam u. New York
   
Ansprechpartner
Leitung der Forschungstelle
z.Zt. unbesetzt,
wird durch Vorstand betreut
E-Mail
E-Mail

Bei schriftlichen Anfragen legen Sie bitte Briefmarken oder einen frankierten Rückumschlag bei.

 

Weitere Kontakte:

Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V.
Reinhard Wenzel
An der Leegde 23
29223 Celle
E-Mail

 
Aktuelle Projekte
Digitalisierung und Indizierung der Westpreußenkartei

Die Westpreußenkartei hat Helmut Strehlau (1909-1991) im Jahre 1946 zusammen mit seiner „Forschungsstelle Westpreußen† begründet und bis 1983 geleitet, zuerst allein, später als Studienstelle westpreußische Familienforschung der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund. Nach ihm wurde die Studienstelle 1983-1991 von Walter Kapahnke und zuletzt von Klaus-Dieter Kreplin geleitet. Ihm und seinem Mitarbeiter Hans-Jürgen Kappel ist zu danken, dass sie das Material der Westpreußenkartei, für die Mittel des Landes-Nordrhein-Westfalen und der Universität Dortmund ausgegeben wurden, mit ca. 285 000 Karteikarten und 150 Ordnern in den Jahren 2014 und 2015 der AGoFF e.V. schenkten und so die Möglichkeit gaben, dass diese Sammlung schrittweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Über den Link der Überschrift erreichen interessierte Mitarbeiter die Seite zu diesem Projekt.

Erfassung von Amtspersonen in Ostpreußen

 

nach oben